Wie du deine Instagram Reichweite erhöhen kannst

Egal, ob du ein kleines Unternehmen führst oder den Social-Media-Auftritt einer internationalen Marke betreust: Deine Reichweite auf Instagram zeigt dir ziemlich klar, ob deine Strategie funktioniert. Als KPI ist Reichweite der Ausgangspunkt für alles, was danach kommt: Engagement, Conversions und langfristiges Markenwachstum entstehen nur, wenn deine Inhalte überhaupt von der richtigen Zielgruppe gesehen werden. Somit setzt mehr Reichweite auf Instagram den Grundstein für den Erfolg deiner Brand.
Deshalb solltest du dir schon bei der Definition deiner übergeordneten Business-Ziele überlegen, wie du deine Instagram-Reichweite erhöhen kannst. Reichweite ist kein isolierter Wert, sondern die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. In diesem Guide bekommst du praxisnahe, umsetzbare Einblicke, die dir dabei helfen können, mehr Accounts zu erreichen. Außerdem klären wir, ob Instagram überhaupt der richtige Kanal für deine Zielgruppe ist, wie Distribution funktioniert und an welchen Stellschrauben du realistisch drehen kannst, um deine Sichtbarkeit zu maximieren.
Die Erkenntnisse in diesem Guide basieren auf mehreren datenbasierten Studien, die zeigen, was Marken tatsächlich hilft, ihre Reichweite auf Instagram zu erhöhen. Dabei geht es unter anderem um emotionalen Impact, Hashtag-Strategien, Content-Formate und die Rolle verschiedener CTAs in der Content-Distribution.
Wie viele deiner Follower erreichst du auf Instagram wirklich?
Die Reichweite ist eine der wichtigsten KPIs im Social Media Marketing. Sie zeigt dir frühzeitig, wie breit Instagram deine Inhalte verteilt. Auch wenn solche Kennzahlen nicht garantieren, dass du die richtige Zielgruppe erreichst, dienen sie als ein klares Signal dafür, ob dein Content überhaupt sichtbar wird.
Bevor wir uns damit befassen, wie du deine Reichweite auf Instagram erhöhen kannst, sollten wir eine grundlegendere Frage stellen: Erreichst du deine Follower auf Instagram wirklich? Das soziale Netzwerk ist zwar offensichtlich beliebt, aber eignet es sich auch tatsächlich dazu, deine Follower zu erreichen?
Dies haben wir uns genauer angesehen und festgestellt, dass die durchschnittliche Anzahl der Nutzer, die durch einen Beitrag auf Instagram erreicht werden, überraschend hoch ist. Dies gilt insbesondere für kleine Profile, die mit einem einzigen Beitrag mehr als die Hälfte ihrer Follower erreichen. In unserer Studie konnten Profile mit einer Followerzahl von zwischen 500 und 1.000 im Durchschnitt 48 % ihrer Follower erreichen.
Die User, die du mit deinen Posts erreichst, sind jedoch nicht zwingend Follower deines Profils. Durch Hashtags oder die Discover-Funktion kannst du auch Nutzer erreichen, die dir nicht folgen. Darüber hinaus nimmt die relative Reichweite pro Follower bei einer höheren Followerzahl tendenziell ab. Dennoch gibt es keinen Grund zur Klage. Wie du unten siehst, haben auch Accounts mit großen Followerschaften eine solide Reichweite.

Wichtig ist: Die gezeigten Werte sind Durchschnittswerte. Wie dein Account tatsächlich performt, hängt stark von der Qualität deiner Inhalte und dem Verhalten deiner Zielgruppe ab.
Reichweite ist außerdem dynamisch. Instagram passt die Ausspielung deiner Inhalte kontinuierlich an das Wachstum deines Accounts an, basierend auf Performance-Daten, Interaktionen und einem inhaltlich konsistenten Posting-Verhalten. Damit ist dein Content ausschlaggebender Wegweiser für den Instagram-Algorithmus und die Entscheidung, wem deine Beiträge zugespielt werden.
Deswegen ist es wichtig, Optimierungsprozesse mit dem Ziel, mehr Reichweite auf Instagram zu generieren, nie isoliert zu betrachten. Deine Reichweite steht in einem direkten Verhältnis zur:
- Steigerung der Followerzahl
Mehr Follower wirken wie ein Vertrauens- und Wachstumssignal. Wenn du dich fragst: „Wie bekomme ich mehr Reichweite auf Instagram?“, spielt deine Followerbasis eine zentrale Rolle für zukünftige Distribution. - Zunahme der Engagement Rate
Interaktionen bestätigen dem Instagram-Algorithmus die Qualität deiner Inhalte. Wenn du deine Reichweite auf Instagram erhöhen willst, sind jeder Like, Kommentar und Share entscheidend. - Konsistenz der Themen
Inhaltliche Konsistenz hilft Instagram, deinen Account richtig einzuordnen und an die passende Zielgruppe auszuspielen.
Daher gilt: Wachstum erweitert dein Potenzial, Engagement entscheidet über die tatsächliche Verbreitung. Gemeinsam bestimmen diese Faktoren die langfristige Entwicklung deiner Reichweite.
So erzielst du mehr Reichweite auf Instagram
Auf Instagram kannst du sowohl Follower als auch Nicht-Follower erreichen. Die entscheidende Frage ist also: Wie kannst du deine Reichweite bei Instagram erhöhen und das nachhaltig und skalierbar? Online-Communities bieten eine Vielzahl von Tipps, jedoch basieren viele davon auf Meinungen statt auf echten Daten.
In diesem Guide konzentrieren wir uns ausschließlich auf Erkenntnisse aus datenbasierten Analysen großer Mengen von Instagram-Content. Statt gängige Annahmen einfach zu akzeptieren, zeigen wir dir, welche Muster nachweislich mit einer höheren Sichtbarkeit und Distribution zusammenhängen.
Aus diesen Auswertungen lassen sich vier zentrale Handlungsempfehlungen ableiten, die dir dabei helfen können, mehr Reichweite auf Instagram zu erzielen:
- Nutze Emotionen als Reichweitenbooster
- Verwende die richtigen Hashtags
- Wähle das passende Content-Format
- Setze klare Handlungsaufforderungen (CTAs) ein
Nutze Emotionen als Reichweitenbooster
Beginnen wir mit Emotionen. Wir haben Instagram Reels auf eine einfache Frage hin untersucht: Führt das Erzeugen starker Emotionen zu einer höheren Reichweite und mehr Engagement von Reels, und wenn ja, welche Emotionen kommen bei den Instagram-Nutzern am besten an?
Im nächsten Abschnitt zeigen wir dir zuerst drei zentrale Erkenntnisse aus unserer Datenanalyse zu Emotionen in Instagram Reels. Anschließend erfährst du, wie auch du mithilfe einer Tagging-Analyse herausfindest, welche Inhalte in deiner eigenen Nische besonders gut performen.
Die wichtigsten Learnings aus der Analyse:
- Starke Emotionen erhöhen die Reichweite von Instagram Reels
- Positive Emotionen sorgen für die höchste Reichweite und Interaktionsrate
- Tagging-Analysen helfen dir, deine Zielgruppe besser zu verstehen
1. Starke Emotionen erhöhen die Reichweite deiner Instagram Reels
Eine der effektivsten Maßnahmen, wie man mehr Reichweite auf Instagram bekommt, ist es, Emotionen ins Zentrum deiner Strategie zu stellen. Unsere Analyse von über 700 Reels zeigt ein klares Muster:
- Reels mit starken Emotionen erreichen im Schnitt 30 % der Follower, während Reels, die nur schwache Emotionen auslösen, nur auf etwa 8 % kommen.
- Das bedeutet: Inhaltlich stark emotional geprägte Reels erreichen fast viermal so viele Menschen
- Gleichzeitig sorgen sie für eine bis zu 11 × höhere Engagement Rate.
- Reels mit starken Emotionen haben eine durchschnittliche Interaktionsrate von 4,1 %, Reels mit schwachen Emotionen generieren ein wesentlich niedrigeres Engagement von 0,37 %.
Der Unterschied ist deutlich zu verzeichnen: Starke Emotionen erhöhen sowohl die Sichtbarkeit als auch das Engagement massiv.

2. Positive Stimmung in Reels führt zur höchsten Reichweite und Engagement Rate
Die zweite Studie zur Erhöhung der Reichweite bei Instagram befasst sich mit der Erzeugung positiver Gefühle. Bei der Analyse der Stimmung von Instagram Reels stellten wir fest, dass Reels, die eine positive Stimmung kommunizieren, im Durchschnitt eine 2,5-mal höhere Reichweite erzielen als Reels mit schwachen Emotionen und auch eine 14 % höhere Reichweite als Reels mit negativer Stimmung.

Es ist nicht überraschend, dass lustiger Inhalt gut in Instagram Reels funktioniert. Schließlich verdienen sich Menschen, die uns zum Lachen bringen, normalerweise unsere Likes, und dies sind überwiegend die Reels, die wir mit unseren Freunden teilen. Tatsächlich erreichen lustige Reels durchschnittlich fast viermal so viele Menschen wie Reels, die nur schwache Emotionen hervorrufen.
Du kannst die Reichweite deiner Instagram Reels auch erhöhen, indem du bewusst Empathie erzeugst. Unsere Analyse zeigt dabei klare Performance-Unterschiede je nach Stärke der ausgelösten Emotionen.
- Reels, die Empathie auslösen, erreichen 3,5-mal mehr Menschen als Inhalte mit schwacher emotionaler Wirkung
- Reels, die Freude auslösen, erscheinen 4,5-mal häufiger im Feed als neutrale Inhalte
- Im Schnitt erzielen Freude auslösende Reels eine Sichtbarkeit von 36,5 %, während schwach emotionale Inhalte nur auf 8 % kommen
Das Fazit: Je stärker die emotionale Reaktion, desto höher die Reichweite.

Starke negative Emotionen führen auch zu einer höheren Reichweite, obwohl der Effekt weniger ausgeprägt ist als bei positiven Emotionen. Zum Beispiel erreichen traurige Reels mehr als 2,5-mal so viele Menschen wie Reels mit schwachen Emotionen. Auch Reels, die Angst auslösen, landen auf fast doppelt so vielen Bildschirmen.
3. Tagging-Analysen helfen dir, deine Zielgruppe besser zu verstehen
Eine Tagging-Analyse hilft dir zu verstehen, welche konkreten Inhalte oder welcher Content-Stil in deinen Beiträgen zu besonders vielen Reaktionen deiner Follower führen. Dies gibt dir Aufschluss darüber, warum manche Posts besser funktionieren als andere. Statt nur die KPIs deiner Beiträge über einen bestimmten Zeitraum hinweg zu betrachten, analysierst du mit Tagging-Analysen die inhaltlichen Aspekte deiner Posts und erkennst Muster im Nutzerverhalten.
Dafür versiehst du jeden Beitrag mit spezifischen inhaltlichen Tags und wertest diese systematisch aus. So gewinnst du Insights, die dir klassische KPI-Analysen allein nicht liefern können. Typische Kategorien sind beispielsweise:
- Tonalität (z. B. inspirierend, humorvoll oder provokativ)
- Emotionale Wirkung (z. B. Freude, Empathie oder Dringlichkeit)
- Kommunikationsziel (z. B. informativ, edukativ, Community-bildend, aktivistisch oder produktorientiert)
- Content-Format (z. B. Reel, Carousel oder Story)
- Call-to-Action (z. B. Frage, Aufforderung zum Speichern oder Sharen)
- Visueller Stil (z. B. UGC, Brand Content oder Behind the Scenes)
- Erzählstruktur (z. B. Storytelling oder direkte Information)
- Mehrwert (z. B. Unterhaltung, Tipps oder Angebote)
Durch das Taggen erkennst du, welche Kombinationen besonders viele Saves, Kommentare und Shares erzeugen. Genau diese Signale sind entscheidend, um zu verstehen, wie man mehr Reichweite auf Instagram bekommt.
Um das greifbar zu machen, haben wir Reels aus dem Zeitraum Oktober bis Dezember 2025 analysiert. Untersucht wurden sechs nachhaltige Outdoor- und Apparel-Marken: Patagonia, Girlfriend Collective, Houdini Sportswear, prAna, Cotopaxi und tentree. Jedes Reel wurde mit einem Tag zur emotionalen Wirkung versehen, um Interaktionsraten vergleichbar zu machen.
Die erste Grafik zeigt, wie häufig die einzelnen emotionalen Tags verwendet werden. Inspirierende Inhalte führen mit 25,4 % aller Beiträge, gefolgt von provokantem bzw. kontroversem Content (19,4 %) und informativen bzw. lehrreichen Formaten (16,4 %). Deutlich seltener sind hingegen Posts, die Freude (6 %) oder Trauer (4,5 %) auslösen.
Die Tagging-Analyse zeigt klare Muster darin, wie emotionale Ansprache die Interaktionsraten beeinflusst und damit auch, wie Marken ihre Inhalte planen. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal zusammengefasst:
- Content-Strategien sind relativ ausgewogen über verschiedene Emotionen hinweg
- Provokante oder kontroverse Reels erzielen die höchsten Interaktionsraten
- Inspirierende Inhalte performen stark und werden besonders häufig eingesetzt
- Freudige, lustige und nostalgische Inhalte schneiden eher schwächer ab


Verwende die richtigen Hashtags
Im Folgenden schauen wir uns an, wie sich mit dem Instagram-Algorithmus-Update die Logik hinter Hashtags verändert hat und was du heute wissen musst, wenn du deine Reichweite auf Instagram erhöhen willst. Besonders wichtig dabei ist ein bewusster Einsatz von Hashtags, der auf Daten basiert, statt Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen. So gehen wir Schritt für Schritt vor:
- Hashtags funktionieren … Verwende sie!
- Spezifische Hashtags performen am besten.
- Wähle deine Hashtags gezielt aus.
Hashtags funktionieren … verwende sie!
Auch wenn Hashtags für manche wie ein längst irrelevantes Relikt aus den Anfangszeiten von Social Media wirken und eher mit Trends als mit echter Strategie verbunden werden, sind sie alles andere als veraltet. Richtig eingesetzt und mit klarem Bezug zum Inhalt tragen sie weiterhin dazu bei, deine Instagram-Reichweite zu erhöhen.
Deine Social-SEO-Strategie unterstützt dich darin, deinen Content so zu optimieren, dass er zu den Suchanfragen von Nutzern auf Plattformen wie Instagram passt. Ähnlich wie bei klassischem SEO geht es darum, Keywords und Formulierungen mit der Suchintention abzugleichen. Der Unterschied: Die Suche findet direkt in Captions, Profilen und Hashtags statt. Dadurch ist es heute wichtiger als je zuvor, deine Hashtags strategisch auszuwählen.
Mit dem neuen Limit von fünf Hashtags muss jeder einzelne gezielt gewählt sein. Jeder Hashtag sollte klar widerspiegeln, worum es in deinem Content geht. Gerade wenn du dich fragst, wie man mehr Reichweite auf Instagram erreicht, spielen Hashtags eine wichtige Rolle: Sie machen deine Inhalte auffindbar für Nutzer, die aktiv nach bestimmten Themen suchen, auch außerhalb deiner bestehenden Follower.
Spezifische Hashtags performen am besten.
Noch vor ein paar Jahren galt auf Instagram die Faustregel: Je mehr Hashtags, desto besser. Dies hat sich inzwischen komplett gedreht. Mit der Beschränkung auf fünf Hashtags hat sich die Logik hinter dem Hashtag-Gebrauch grundlegend verändert. Das hat einen direkten Einfluss darauf, wie du deine Instagram-Reichweite erhöhen kannst.
Statt Masse zählt jetzt Genauigkeit. Hashtags müssen präzise sein und zu deinem Content passen. Dabei sollten sie deine Nische klar beschreiben. Instagram selbst empfiehlt, gezielt relevante und spezifische Begriffe zu nutzen, anstatt auf generische Tags wie #explore oder #reels zu setzen. Diese generischen Hashtags können sogar kontraproduktiv sein, weil sie dem Algorithmus keine klaren Signale für die richtige Zielgruppe liefern. Mit nur fünf verfügbaren Hashtags gilt daher: Jeder einzelne Hashtag zählt und muss deinem Content eindeutig zugeordnet werden können.
Wähle deine Hashtags sorgfältig aus
Da Hashtags ein entscheidender Hebel sind, um deine Reichweite auf Instagram zu erhöhen, solltest du sie nicht nach Gefühl auswählen, sondern auf Basis konkreter Daten. Die Analyse deiner eigenen Beiträge und der deiner Wettbewerber zeigt dir, welche Hashtags regelmäßig für hohe Interaktionsraten sorgen.
Daten aus der Wettbewerbsanalyse sind besonders wertvoll, da du und deine Mitbewerber dieselbe Zielgruppe ansprechen. Konkurrenzanalysen erweitern deine Datenbasis, zeigen dir branchentypische Muster und helfen dir, Hashtags zu identifizieren, die nachweislich das Engagement steigern und dem Algorithmus stärkere Relevanzsignale geben.
In einem konkreten Beispiel zeigen wir dir, wie du mithilfe von Hashtag-Analysen auf Instagram zu mehr Reichweite kommen kannst. Dafür haben wir Beiträge aus einem Zeitraum von sechs Monaten, von Juli bis Dezember 2025, analysiert. Untersucht wurden sechs große Marken aus dem Haustierbedarf: kongcompany, bark, chewy, petco, thefarmersdog und wildone.
Die folgende Grafik wurde mit dem Social Media Analytics Tool von Fanpage Karma erstellt. Sie zeigt die Top 50 Hashtags, basierend auf der Häufigkeit der Nutzung des Hashtags und damit verbundenen Interaktionsraten:
- Größere Schrift bedeutet: Der Hashtag wurde häufiger verwendet
- Dunkleres Grün bedeutet: Der Hashtag erzielt höhere Interaktionsraten und damit stärkeres Engagement


Wähle das passende Content-Format
Ein weiterer wichtiger Hebel, wenn du verstehen willst, wie du mehr Reichweite auf Instagram bekommst, ist das richtige Content-Format. Auf Instagram bedeutet das vor allem die Wahl zwischen statischen Bildern, Carousels, Reels und Stories. Während statische Posts, Carousels und Reels dauerhaft in deinem Profil sichtbar bleiben, verschwinden Stories nach 24 Stunden. Du kannst sie jedoch als Highlights speichern und dauerhaft oberhalb deines Feeds anzeigen lassen.
Für Social Media Manager ist der Vergleich dieser Formate entscheidend. So erkennst du, welcher Formattyp insgesamt am besten performt, welcher sich für bestimmte Inhalte eignet und wie du den optimalen Content-Mix für deinen Account zusammenstellst.
In den nächsten Abschnitten schauen wir uns sowohl plattformweite Datenanalysen als auch branchenspezifische Insights an, um formatspezifische Performance-Muster besser zu verstehen:
- Feed-Posts erzielen die größte Reichweite
- Führe marktspezifische Analysen durch
Feed-Posts erzielen die größte Reichweite
Wir sind mit einer einfachen Frage gestartet: Erzielen Posts oder Storys mehr Reichweite auf Instagram? Die Daten liefern eine klare Antwort: Feed-Posts erreichen deutlich mehr User als Storys. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Reichweite unabhängig vom Format mit der Häufigkeit des Postens abfällt.
Um einen fairen Vergleich zwischen Accounts unterschiedlicher Größe anzustellen, haben wir die Reichweite pro Beitrag im Verhältnis zur Followerzahl analysiert. Das ist wichtig, weil Accounts mit höherer Followeranzahl immer eine höhere absolute Reichweite erzielen. Zum Beispiel:
- Ein Account mit 50.000 Followern und 20 % Reichweite erreicht 10.000 Personen pro Post
- Ein Account mit 1.000 Followern und 30 % Reichweite erreicht 300 Personen pro Post
Auch wenn der kleinere Account prozentual besser abschneidet, erreicht der größere insgesamt mehr Menschen. Deshalb ist es entscheidend, die Reichweite ins Verhältnis zur Followerzahl zu setzen. Die Ergebnisse unserer Analyse zeigen:
- Ein Post eines Accounts mit 20.000 Followern erreicht im Schnitt 21,86 % der Follower
- Eine Story desselben Accounts erreicht im Schnitt 5,80 % der Follower
Ein zentraler Grund für diesen Unterschied ist natürlich der Zeitraum, in welchem der Content für User sichtbar ist. Stories verschwinden nach 24 Stunden, während Posts dauerhaft verfügbar bleiben. Außerdem werden Posts unter Umständen auch an Nicht-Follower ausgespielt, zum Beispiel über die Explore-Seite.
Trotzdem haben Storys eine wichtige strategische Rolle. Sie sorgen oft für wiederholte Aufrufe, und genau diese wiederkehrenden Kontakte stärken langfristig die Markenwahrnehmung und die Beziehung zu deiner Zielgruppe.

Führe marktspezifische Analysen durch
Während die Daten im vorherigen Abschnitt auf über 6 Millionen Instagram-Accounts basieren und damit sehr belastbar sind, liefert dir eine eigene, marktnischenspezifische Analyse für dich höchstrelevante Insights, die großangelegte Studien nicht abbilden können. Wenn du deine Strategie weiter schärfen willst, solltest du dich auf folgende Punkte konzentrieren:
- Beobachte Entwicklungen in deiner Nische, statt dich nur auf globale Durchschnittswerte zu verlassen
- Identifiziere Content und Formate mit starker Zielgruppenwirkung
- Erweitere deinen Wettbewerbsblick, indem du auch bekannte Konkurrenten oder neue Player analysierst
- Fokussiere dich auf die richtigen KPIs, je nach Ziel (z. B. Saves, Shares, Reichweite oder Conversions)
Eine Wettbewerbs- und Benchmarkinganalyse bietet mehr als nur einen direkten Vergleich. Sie hilft dir, das Verhalten deiner Zielgruppe besser zu verstehen und deinen Content gezielt zu optimieren. Einige wichtige Hebel dazu hast du bereits kennengelernt. Überdies gibt es weitere Analysen, auf die du dich konzentrieren solltest, wenn du deinen Content und deine Posting-Strategie optimierst, um deine Instagram-Reichweite zu erhöhen:
- Die besten Posting-Zeiten ermitteln: Finde heraus, wann deine Zielgruppe am aktivsten ist und wann deine Inhalte die höchste Reichweite oder Interaktion erzielen
- Performance nach Content-Format vergleichen: Analysiere, wie Reels, Carousels und Bilder bei Likes, Kommentaren und Shares abschneiden
- Engagement-Muster verstehen: Erkenne, welche Inhalte Saves, Shares oder Kommentare auslösen und was das über die Qualität deines Contents aussagt
- Zusammenhang zwischen Frequenz und Performance prüfen: Analysiere, wie sich unterschiedliche Posting-Frequenzen auf Reichweite und Engagement auswirken
Nutze klare Handlungsaufforderungen (CTAs)
Wenn diskutiert wird, wie man mehr Reichweite auf Instagram bekommt, werden Calls-to-Action (CTAs) überraschend selten erwähnt. Dabei liegt die Frage auf der Hand: Inwiefern beeinflussen Handlungsaufforderungen die Performance von Beiträgen?
Um das zu beantworten, haben wir 540 Instagram Reels analysiert und untersucht, wie sich unterschiedliche CTA-Typen auf Reichweite und Engagement Rate auswirken. Die Ergebnisse zeigen klare Best Practices. Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse für dich zusammen.
- Vermeide offensichtliche Werbung
- Logos und Slogans in Reels gelten als Werbung
- Vorsicht bei Calls-to-Action in Reels
- Diese CTAs verbessern die Reichweite deiner Reels nicht
- Diese CTAs führen zu größerer Reichweite
1. Vermeide offensichtliche Werbung
Es ist kein Geheimnis, dass viele Unternehmen und Influencer Instagram Reels als Es ist kein Geheimnis, dass viele Unternehmen und Influencer Instagram Reels als Verkaufstool nutzen. Unsere Analyse zeigt jedoch: Sobald ein Reel direkte Produktwerbung enthält, sinkt die Reichweite deutlich. Reels ohne Werbung erreichen fast doppelt so viele Menschen, unabhängig davon, ob der Content spannend, kreativ oder inspirierend ist.

Vor diesem Hintergrund ist indirekte Werbung meist der bessere Ansatz. Statt Produkte offen zu bewerben, solltest du auf Mehrwert und emotionale Positionierung setzen. Du kannst zum Beispiel:
- Expertise zeigen, indem du Insights, Tipps oder Branchenwissen teilst
- Innovation sichtbar machen, etwa durch Konzeptideen oder Einblicke hinter die Kulissen
- Positive Markenbilder schaffen, indem du Produkte in inspirierende oder alltagsnahe Kontexte einbindest
- Emotionen auslösen, die deine Marke nahbar oder erstrebenswert machen
- Trends aufgreifen und an deine Marke anpassen
Allerdings hat auch indirekte Promotion ihren Preis:
- Etwa ein Drittel weniger Reichweite im Vergleich zu Reels, die gar keine Werbung enthalten
- Rund zwei Drittel weniger Interaktionen, als Reels ohne Werbung
Ob sich dieser Trade-off lohnt, hängt von deinen Zielen, Margen und deiner langfristigen Markenstrategie ab.
2. Logos und Slogans in Reels gelten als Werbung
Viele Marken platzieren ihr Logo oder ihren Slogan am Ende eines Reels. Wenn du jedoch daran arbeitest, deine Instagram-Reichweite zu erhöhen, kann genau das kontraproduktiv sein. Denn Logos und Slogans werden vom Algorithmus wie Werbung gewertet und können die Performance deiner Inhalte negativ beeinflussen.
Unsere Analyse zeigt klare Effekte:
- 36 % weniger Reichweite im Durchschnitt
- 70 % geringere Interaktionsraten
Wenn dein Ziel auf Instagram mehr Reichweite ist, solltest du statt eines Logo-Outros lieber auf einen klaren CTA setzen.

3. Vorsicht bei Calls-to-Action in Reels
Um herauszufinden, wie man mehr Reichweite auf Instagram bekommt, sind wir zwei zentralen Fragen in Bezug auf CTAs nachgegangen:
- Beeinflussen CTAs die Performance eines Reels?
- Macht die Art oder Formulierung von CTAs einen Unterschied?
Die Daten zeigen: Reels mit CTA schneiden insgesamt schlechter ab als solche ohne. Konkret haben wir festgestellt:
- 11 % weniger Reichweite bei Reels mit CTA
- 33 % weniger Likes und Kommentare im Vergleich zu Reels ohne CTA
- Kein signifikanter Unterschied zwischen gesprochenen, visuellen oder in der Caption platzierten CTAs
Wichtig ist aber: Nicht jede Handlungsaufforderung wirkt gleich. Im nächsten Schritt schauen wir uns genauer an, welche Arten von CTAs die Performance unterstützen und welche eher schaden.
4. Diese CTAs verbessern die Reichweite deiner Reels nicht
Unsere Analyse zeigt klare Unterschiede je nach Art des CTAs. Reels, die Nutzer dazu auffordern, Freunde zu markieren, einem Account zu folgen oder ein Produkt zu kaufen, performen am schlechtesten. Ihre Reichweite liegt 60 bis 65 % unter der von Reels ohne solche Aufforderungen.
Auch Reels mit Rabattcodes oder Registrierungsaufrufen schneiden deutlich schlechter ab und erreichen nur etwa halb so viele Menschen wie Reels ohne CTA. Selbst weniger aufwendige CTAs, wie der Hinweis auf ein weiteres Video oder ein Event, zeigen in unserem Datensatz einen Reichweiten-Rückgang um rund 25 %.

4. Diese Calls-to-Action führen tatsächlich zu größerer Reichweite
Wie die Grafik zeigt, gibt es durchaus CTAs, die Engagement fördern und damit auch die Reichweite bei Instagram erhöhen. Hier sind die Varianten, die sich positiv auf die Performance auswirken:
- Reels mit der Aufforderung, eine Website zu besuchen, zeigen keinen Reichweitenverlust und erzielen sogar 9 % mehr Reichweite als Reels ohne CTA
- Reels, die gezielt zu Kommentaren auffordern, erreichen 43 % mehr Reichweite pro Follower
- Reels mit einer klaren Like-Aufforderung erzielen im Schnitt sogar 86 % mehr Reichweite
Das Muster ist eindeutig: CTAs, die nur eine geringe Hürde darstellen (z. B. Liken oder Kommentieren), funktionieren deutlich besser als solche, die mehr Commitment verlangen, wie Kaufen oder Registrieren.
Fazit: Wie du deine Instagram Reichweite erhöhen kannst
Wenn du deine Reichweite auf Instagram erhöhen möchtest, ist es wichtig, dass du dafür datenbasierte Best Practices berücksichtigst. Aus diesem Grund haben wir mehrere Studien durchgeführt, die sich mit der Erhöhung der Reichweite auf Instagram befassen. Wie wir gezeigt haben, gibt es viele verschiedene Bereiche, auf die du achten solltest, darunter das Erzeugen starker Emotionen, die Verwendung der richtigen Hashtags, Content-Formate und effektiver CTAs.
Es hilft auch, ein Social Media Tool zu haben, mit dem du deine Performance insgesamt verbessern kannst. Fanpage Karma kann dir aussagekräftige Analyseergebnisse liefern, die du zum Beispiel zur Ermittlung der besten Zeiten zum Posten auf Instagram, für die Hashtag-Recherche oder Content-Optimierung benötigst. Es beinhaltet sogar einen Instagram-Hashtag-Generator. Darüber hinaus bietet es branchenführende Features für Community Management, Publishing, und Recherche. Du kannst Fanpage Karma jetzt 14 Tage lang kostenlos testen.
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