Social-Media-Wettbewerbsanalyse und Benchmarking: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Erzielen deine Konkurrenten mehr Reichweite, Engagement oder Sichtbarkeit in den sozialen Medien? Und fragst du dich, woran das liegt? Eine Social-Media-Konkurrenzanalyse hilft dir dabei zu verstehen, wie deine Marke im Vergleich abschneidet. Sie zeigt dir, was in deiner Branche funktioniert, und deckt Potenziale auf, mit denen du deine eigene Strategie gezielt verbessern kannst.
In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du eine effektive Konkurrenzanalyse durchführst. Außerdem stellen wir dir hilfreiche Tools und bewährte Best Practices vor, mit denen du die gewonnenen Erkenntnisse in echtes Wachstum für deine Marke verwandeln kannst.
Was ist eine Social-Media-Wettbewerbsanalyse?
Lass uns zunächst klären, was eine Social-Media-Wettbewerbsanalyse eigentlich ist und warum sie so wichtig ist. Im Kern geht es darum, herauszufinden:
- wie deine Social-Media-Performance im Vergleich zu deinen Mitbewerbern bei zentralen Kennzahlen abschneidet,
- welche Faktoren zu deinem Erfolg beitragen oder deine Ergebnisse bremsen,
- und welche konkreten Maßnahmen du ergreifen kannst, um deine Performance gezielt zu verbessern.
Eine Wettbewerbsanalyse für Social Media wird häufig mit einfachem Benchmarking verwechselt. Dabei ist Benchmarking nur ein Teil des gesamten Prozesses.
Benchmarking:
Beim Social Media Benchmarking geht es darum, deinen aktuellen Stand im Vergleich zur Konkurrenz zu bestimmen. Dafür werden zentrale Kennzahlen wie Engagement-Rate, Follower-Wachstum oder Postingfrequenz gegenübergestellt. Es wird häufig genutzt, um eine realistische Ausgangsbasis für die eigene Performance zu schaffen und messbare Ziele zu definieren. Eine durchschnittliche Interaktionsrate von 1 % kann zum Beispiel auf den ersten Blick stark wirken, doch erst durch den Vergleich mit Branchen- oder Wettbewerbswerten wird klar, ob sie tatsächlich über oder unter dem Durchschnitt liegt.
Konkurrenzanalyse:
Eine echte Konkurrenzanalyse auf Social Media geht über den reinen Vergleich von Kennzahlen hinaus. Sie hilft dir, deine Stärken und Schwächen im Vergleich zu deinen Wettbewerbern zu erkennen und die Ursachen für unterschiedliche Performance-Ergebnisse zu verstehen. Dabei steht nicht der Vergleich selbst im Mittelpunkt, sondern die Erkenntnisse, die du daraus gewinnst. Ziel ist es, diese Einsichten zu nutzen, um deine Social-Media-Strategie gezielt weiterzuentwickeln und nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.
Wie man eine Social-Media-Wettbewerbsanalyse und eine Benchmarking-Auswertung durchführt
Eine Social-Media-Wettbewerbsanalyse zu starten, kann zunächst überwältigend wirken, besonders, wenn du nicht genau weißt, wo du anfangen sollst. Um dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir eine 7-Schritte-Vorlage für die Social-Media-Wettbewerbsanalyse erstellt, an der du dich orientieren kannst.
Da eine fundierte Wettbewerbsanalyse immer auf Daten basiert, ist es außerdem wichtig, ein leistungsstarkes Social-Media-Analysetool zu nutzen. In unserem Beispiel verwenden wir Fanpage Karma, eine All-in-One-Plattform mit unbegrenztem Profil-Tracking. Alle unten gezeigten Tabellen, Diagramme und Visualisierungen wurden mit diesem Tool erstellt.
Um zu zeigen, wie eine Social-Media-Wettbewerbsanalyse in der Praxis funktioniert, nutzen wir eine Fallstudie aus der Praxis und analysieren große Streaming-Marken wie Amazon Prime, Apple TV, Disney+, HBO Max, Netflix, Paramount+ und Peacock.
Dabei vergleichen wir ihre Social-Media-Performance, untersuchen, welche Faktoren zu besseren Ergebnissen beitragen, und zeigen auf, wo noch Potenzial zur Verbesserung besteht, sowohl auf Marken- als auch auf Plattformebene.
Sobald du das richtige Tool für die Social Media Wettbewerbsanalyse hast, musst du lernen, es richtig anzuwenden. Ein Tool allein ist nur die halbe Miete. Du musst auch wissen, wie du deine Analyse richtig aufbaust. Aber keine Sorge, wir helfen dir dabei.
Eine Konkurrenzanalyse auf Social Media umfasst die folgenden 7 Schritte:
- Identifiziere deine Konkurrenten
- Wähle die Plattformen, die dich interessieren
- Lege wichtige Kennzahlen für das Benchmarking und die Analyse fest
- Führe eine Benchmarking-Analyse deiner Social-Media-Konkurrenten durch
- Analysiere deine Daten, um Erkenntnisse für die Optimierung zu gewinnen
- Setze deine Erkenntnisse in deiner Social-Media-Strategie um
- Beobachte deine Fortschritte (und die deiner Konkurrenten)

Schritt 1: Identifiziere deine Konkurrenten
Der erste Schritt deiner Konkurrenzanalyse von Social-Media-Profilen besteht darin, die Konkurrenten zu identifizieren, die in die Analyse einbezogen werden sollen. Mit anderen Worten: Du musst bestimmen, welche Unternehmen (oder Einzelpersonen) in Bezug auf die von ihnen veröffentlichten Inhalte, ihren Standort, ihre Unternehmensgröße und die Größe ihrer Social-Media-Präsenz mit deinem Unternehmen vergleichbar sind. Es ist wichtig, Profile zu finden, die dir in diesen Bereichen ähnlich sind, damit du dich bei deiner Analyse auf die Profile konzentrieren kannst, die dir die aussagekräftigsten Erkenntnisse liefern.
Bevor du mit der Analyse beginnst, solltest du zunächst festlegen, welche Wettbewerber wirklich sinnvoll für einen Vergleich sind. So stellst du sicher, dass deine Ergebnisse relevant bleiben und sich in konkrete Maßnahmen umsetzen lassen.
- Lege den Vergleichsrahmen fest: Entscheide, ob du deine Marke auf lokaler, nationaler oder globaler Ebene vergleichen möchtest.
- Analysiere die Marktgröße: Verschaffe dir einen Überblick darüber, wie groß dein Markt ist und wie viele Wettbewerber darin aktiv sind.
- Identifiziere relevante Profile: Nutze Social-Media-Tools, um weitere passende Accounts zu finden, besonders dann, wenn du noch nicht alle wichtigen Konkurrenten in deiner Branche kennst.
Für Unternehmen, die an einer Social-Media-Wettbewerbsanalyse interessiert sind, ist es außerdem wichtig, die Profile von Unternehmen zu tracken, die die gleiche Zielgruppe haben wie sie selbst:
- Sie sollten ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten.
- Sie sollten an vergleichbaren Standorten oder Märkten tätig sein.
- Ihre Unternehmensgröße und ihre Reichweite in den sozialen Medien sollten in etwa deiner entsprechen.
Für unsere Beispielanalyse haben wir 6 Streaming-Unternehmen identifiziert, die direkt miteinander konkurrieren. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen ihnen, insbesondere hinsichtlich ihrer Reichweite auf internationalen Märkten. Sie bieten jedoch ähnliche Dienstleistungen an und konzentrieren sich mehr oder weniger auf dieselben geografischen Märkte, insbesondere die USA.

Schritt 2: Wähle die Plattformen aus, die dich interessieren
Wenn du eine effektive Social-Media-Wettbewerbsanalyse durchführen möchtest, ist es wichtig zu berücksichtigen, dass sich die verschiedenen Social-Media-Netzwerke deutlich unterscheiden. Das betrifft sowohl die Art der Inhalte, die veröffentlicht werden, als auch die übergeordneten Content-Strategien, die Unternehmen für jede Plattform entwickeln.
In unserer Fallstudie sprechen die Streaming-Marken beispielsweise auf Instagram oft andere Zielgruppensegmente an als auf TikTok oder Facebook. Viele Unternehmen passen ihre Inhalte und Strategien bewusst an die jeweilige Plattform an. Das bedeutet auch: Erfolg auf einem Netzwerk lässt sich nicht automatisch auf ein anderes übertragen.
Daher sollten Plattformen in einer Wettbewerbsanalyse immer separat betrachtet und bewertet werden:
- Analysiere die Konkurrenz für jedes soziale Netzwerk separat
- Vergleiche die Performance nur innerhalb derselben Plattform (z. B. Instagram vs. Instagram)
- Vermeide es, alle Social-Media-Kennzahlen zu früh in einem Gesamtvergleich zusammenzufassen
Wenn du die einzelnen Plattformen separat analysierst, kannst du präzisere Benchmarks festlegen und besser verstehen, welche Inhalte und Strategien auf welcher Plattform funktionieren. Im nächsten Schritt lassen sich die Erkenntnisse aus den verschiedenen Netzwerken zusammenführen. So kannst du übergreifende Trends erkennen und strategische Chancen identifizieren, die dir helfen, deine Social-Media-Strategie weiter zu optimieren.
Viele Tools begrenzen die Anzahl der Profile, die du analysieren kannst. Das kann deine Erkenntnisse einschränken oder zu zusätzlichen Kosten führen, wenn du mehr Profile tracken möchtest. Mit einem Tool, das unbegrenztes Profil-Tracking bietet, kannst du dagegen alle relevanten Accounts und Plattformen umfassend analysieren, ohne deinen Analyseprozess einschränken zu müssen. So stellst du sicher, dass deine Wettbewerbsanalyse vollständig und aussagekräftig bleibt.
Schritt 3: Bestimme wichtige Kennzahlen für Benchmarking und Analyse
Bevor du Kennzahlen für deine Social-Media-Wettbewerbsanalyse auswählst, solltest du zunächst klar definieren, welche Ziele du mit deiner Social-Media-Strategie verfolgst. Möchtest du in erster Linie deine Reichweite und Followerzahl steigern, mehr Interaktionen und Engagement erzielen oder deine Performance in all diesen Bereichen verbessern? Erst wenn diese Ziele feststehen, kannst du die passenden Kennzahlen auswählen, um deine Ergebnisse sinnvoll zu messen und mit denen deiner Wettbewerber zu vergleichen.
Da die meisten Social-Media-Strategien mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen, ist die Auswahl der richtigen Kennzahlen entscheidend. Sie sind nicht nur für eine fundierte Wettbewerbsanalyse wichtig, sondern auch dafür, deine gesamte Social-Media-Performance sowie den ROI deiner Aktivitäten zuverlässig zu messen.
Bei der Auswahl der Kennzahlen solltest du drei wichtige Faktoren berücksichtigen:
- Verstehe, was jede Kennzahl wirklich misst
Social-Media-Kennzahlen können sich je nach Plattform unterscheiden, und selbst dieselbe Kennzahl wird je nach Netzwerk oder verwendetem Social-Media-Tool oft unterschiedlich berechnet. So kann zum Beispiel Engagement je nach Plattform verschiedene Arten von Interaktionen umfassen. Wenn du diese Unterschiede kennst und berücksichtigst, kannst du sicherstellen, dass du Daten korrekt vergleichst und deine Wettbewerbsanalyse auf einer verlässlichen Grundlage basiert. - Berücksichtige die Datenverfügbarkeit auf den verschiedenen Plattformen
Nicht alle Kennzahlen stehen für die Konkurrenzanalyse auf jedem sozialen Netzwerk zur Verfügung. Während einige Plattformen detaillierte Wettbewerbsdaten bieten, erlauben andere nur eingeschränkte Einblicke. - Richte deine Kennzahlen an deinen strategischen Zielen aus
Am wichtigsten ist, dass die Kennzahlen, die du analysierst, direkt mit deinen strategischen Zielen verknüpft sind. Wenn dein Hauptziel darin besteht, die Markenbekanntheit zu steigern, solltest du dich auf Kennzahlen wie Reichweite, Impressionen und Follower-Wachstum konzentrieren. Sie zeigen, wie viele Nutzer deine Inhalte sehen und neu entdecken. Steht dagegen Engagement im Fokus, sind Kennzahlen wie Interaktionen, Engagement-Rate oder Videoaufrufe besonders relevant. Sie geben Aufschluss darüber, wie aktiv dein Publikum mit deinen Inhalten interagiert. Für die Optimierung deiner Content-Strategie kann es außerdem hilfreich sein, Content-Typen, Postingfrequenz und die Performance verschiedener Formate zu analysieren. So erkennst du, welche Inhalte am besten funktionieren und wie du deine Strategie gezielt weiterentwickeln kannst.
Letztlich gibt es keine eine einzige „richtige“ Kennzahl. Entscheidend ist, dass du verstehst, was jede Kennzahl tatsächlich misst, wie sie berechnet wird und wie sie mit deinen übergeordneten Social-Media-Zielen zusammenhängt. Nur so kannst du die Daten richtig interpretieren und sinnvolle Schlussfolgerungen für deine Strategie ziehen.
Schritt 4: Mach eine Social-Media-Benchmarking-Analyse deiner Konkurrenten
Sobald du deine Wettbewerber identifiziert, die relevanten sozialen Netzwerke ausgewählt und die wichtigsten Kennzahlen festgelegt hast, kannst du mit dem Monitoring und der eigentlichen Analyse beginnen. Dabei hilft es, einem klar strukturierten Prozess zu folgen, der sich für die meisten Geschäftsziele anwenden lässt.
Ein guter Ausgangspunkt ist eine allgemeine Social-Media-Benchmarking-Analyse. Sie gibt dir einen ersten Überblick darüber, wie deine Profile im Vergleich zu denen deiner Wettbewerber bei wichtigen Kennzahlen abschneiden.
Ein praktischer erster Schritt besteht darin, Kennzahlentabellen und Diagramme für jedes analysierte Netzwerk zu erstellen, zum Beispiel für Facebook, Instagram, TikTok oder YouTube. Diese Übersichten bieten einen klar strukturierten Einblick in die Performance der einzelnen Profile und machen es leicht, Wettbewerber auf einen Blick miteinander zu vergleichen. Unten siehst du ein Beispiel für separate Kennzahlentabellen von Facebook-Profilen.

Oben befindet sich eine detaillierte Übersichtstabelle mit wichtigen Kennzahlen wie dem Seitenleistungsindex, der Gesamtzahl der Follower, der Follower-Wachstumsrate, der Interaktionsrate pro Beitrag, der Anzahl der Beiträge pro Tag sowie der Anzahl der Kommentare. Unterhalb der Tabelle ergänzen einzelne Visualisierungen die Daten und machen sie leichter verständlich. Dazu gehören beispielsweise ein Balkendiagramm, das die Interaktionsraten von Beiträgen über verschiedene Profile hinweg vergleicht, sowie ein separates Feld, das die durchschnittliche Follower-Wachstumsrate darstellt.
Social-Media-Benchmarking-Tabellen wie diese helfen dir dabei, Leistungslücken schnell zu erkennen und zu sehen, in welchen Bereichen wichtige KPIs verbessert werden können. Wenn du dich gezielt auf einzelne Kennzahlen konzentrierst und unterschiedliche Diagrammtypen nutzt, wie in der Abbildung oben gezeigt, kannst du tiefere Einblicke in die Performance der wichtigsten KPIs gewinnen und Entwicklungen leichter nachvollziehen.
Diese Art der Analyse kannst du für jedes Social-Media-Netzwerk in deiner Studie wiederholen, wobei der grundlegende Ansatz gleich bleibt. Ein wichtiger Faktor dabei ist jedoch der gewählte Analysezeitraum. Die hier gezeigten Beispiele basieren auf Daten der letzten 28 Tage (Erhebung im Januar 2026). Da sich Ergebnisse je nach Zeitraum deutlich unterscheiden können, solltest du immer darauf achten, welchen Zeitraum deine Daten abdecken und ihn bei Bedarf an deine Analyseziele anpassen.
Schritt 5: Analysiere deine Daten, um Erkenntnisse für die Optimierung zu gewinnen
Nachdem du deine Social-Media-Benchmarking-Analyse abgeschlossen hast, ist der nächste logische Schritt die Content-Optimierung. Dabei geht es nicht nur darum, was deine Konkurrenz postet, sondern vor allem darum, welche Muster sich aus ihren Inhalten ableiten lassen und wie du dieses Wissen für deine eigene Strategie nutzen kannst.
Das Ziel? Wertvolle Erkenntnisse darüber gewinnen, wie du deine Inhalte noch besser machen kannst. Je größer dein Vergleichsdatensatz ist, desto aussagekräftiger sind deine Schlüsse. Deshalb lohnt sich ein Tool, mit dem du eine unbegrenzte Anzahl an Wettbewerbsprofilen analysieren kannst – es verschafft dir den nötigen Überblick. Im nächsten Abschnitt zeigen wir dir Tipps und Strategien zur Social-Media-Optimierung und welche Auswertungen du im Rahmen deiner Social-Media-Wettbewerbsanalyse durchführen kannst, um deine Strategie gezielt weiterzuentwickeln.
- Erfolgreiche Content-Formate
- Post-Metriken
- Video Performance
- Beste Zeiten, um zu posten
- Beliebteste Hashtags
- Tagging-Analyse
- Stimmungsanalyse
1. Erfolgreiche Content-Formate
Wenn du überlegst, welche Content-Formate du posten solltest, kann eine Konkurrenzanalyse eine der schnellsten Möglichkeiten sein, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Auf Instagram musst du zum Beispiel häufig entscheiden, ob Bilder, Carousels oder Reels am ehesten zu einer hohen Interaktionsrate führen. Anstatt dich dabei nur auf die Ergebnisse deines eigenen Profils zu verlassen, die durch kleine Stichproben oder einzelne Kampagnen verzerrt sein können, kannst du deine Datengrundlage erweitern, indem du auch Performance-Daten von Wettbewerbern und Branchenkollegen einbeziehst.
So erhältst du ein breiteres und verlässlicheres Bild davon, welche Formate in deiner Branche tatsächlich funktionieren und wo das größte Potenzial für deine eigene Content-Strategie liegt.


Diese Grafiken zeigen, welche Content-Formate deine Wettbewerber am häufigsten nutzen und welche davon tatsächlich die höchsten Interaktionen erzielen. Damit richtest du deine Content-Strategie an den Formaten aus, die in deiner Branche tatsächlich erfolgreich sind und nicht an bloßen Vermutungen.
2. Post-Metriken
Die Wahl der richtigen Content-Formate ist wichtig, genauso entscheidend ist es jedoch, einzelne Beiträge anhand mehrerer Kennzahlen zu analysieren. Indem du Kennzahlentabellen auf Post-Ebene erstellst und nach den für deine Ziele relevantesten Metriken filterst, kannst du genau erkennen, welche Beiträge besonders gut performen und warum. So lassen sich klare Muster identifizieren und erfolgreiche Elemente gezielt wiederholen, anstatt sich nur auf Durchschnittswerte zu verlassen.
Unten siehst du ein Beispiel, das sich auf TikTok-Beiträge der verschiedenen Profile bezieht, die wir tracken. In dieser Tabelle liefern Kennzahlen auf Beitragsebene einen deutlich detaillierteren Einblick in die Performance. Dazu gehören unter anderem:
- Anzahl der Likes – zeigt, wie viele Nutzer positiv auf einen Beitrag reagiert haben.
- Anzahl der Kommentare – gibt Aufschluss darüber, wie stark ein Beitrag Diskussionen oder Gespräche anregt.
- Reaktionen, Kommentare und Shares – zeigt die gesamte Interaktion über die wichtigsten Engagement-Formen hinweg.
- Post-Interaktionsrate – misst das Engagement im Verhältnis zur Reichweite oder zu den Impressionen eines Beitrags.
- Interaktionen pro Impression/Aufruf – zeigt, wie effizient einzelne Aufrufe in tatsächliche Interaktionen umgewandelt werden.
- Durchschnittliche Videolänge – hilft zu analysieren, ob und wie die Länge eines Videos die Performance beeinflusst.

Diese Tabellen lassen sich je nach Social-Media-Plattform anpassen und auf die Erkenntnisse ausrichten, die für deine Analyse besonders relevant sind. So stellst du sicher, dass die Auswertung genau auf deine Ziele abgestimmt ist und dir die Informationen liefert, die du wirklich brauchst.
3. Video Performance
Da Videos, Reels und Shorts auf Social-Media-Plattformen immer wichtiger werden, reicht es nicht mehr aus, nur das allgemeine Engagement zu betrachten. Um wirklich zu verstehen, welche Inhalte gut funktionieren, solltest du auch analysieren, welchen Einfluss die Videolänge auf die Performance hat. Indem du untersuchst, welche Videolängen die meisten Likes, Kommentare oder Interaktionen erzielen, kannst du herausfinden, welche Länge dein Publikum am besten erreicht.
Diese Erkenntnisse helfen dir dabei, deine Videostrategie gezielt zu optimieren, wirkungsvollere Inhalte zu produzieren und deine Content-Produktion stärker an dem auszurichten, was bei deiner Zielgruppe tatsächlich gut ankommt.
Im folgenden Beispiel haben wir die Länge der TikTok-Videos im Verhältnis zu den Likes pro Beitrag der analysierten Profile untersucht. Die Diagramme zeigen, dass kürzere Videos tendenziell mehr Likes erzielen und insgesamt besser performen:
- HBO Max hat die meisten Likes pro Post bei der kürzesten durchschnittlichen Videolänge.
- Profile mit längeren Videos, wie Disney+ und Peacock, kriegen im Schnitt weniger Likes.
Das deutet darauf hin, dass kürzere Videos auf TikTok möglicherweise besser geeignet sind, um Interaktionen zu fördern. Deshalb kann es sinnvoll sein, die optimale Videolänge anhand der Performance-Daten von Wettbewerbern zu analysieren und die eigene Videostrategie entsprechend anzupassen.


Zusammen mit den Kennzahlentabellen auf Beitragsebene liefern dir diese Auswertungen ein klares Bild davon, welche Inhalte gut funktionieren und welche weniger erfolgreich sind. Auf dieser Grundlage kannst du deine Social-Media-Strategie gezielt weiterentwickeln, optimieren und kontinuierlich verbessern, gestützt auf echte Performance-Daten.
4. Beste Zeiten, um zu posten
Nachdem du die Performance und das Engagement deiner Inhalte analysiert hast, um das Verhalten deiner Zielgruppe besser zu verstehen, solltest du im nächsten Schritt untersuchen, zu welchen Zeiten deine Beiträge am besten performen.
Den gesamten Prozess zur Bestimmung der optimalen Posting-Zeiten für Social Media haben wir bereits an anderer Stelle ausführlich erklärt. Dennoch lohnt es sich, hier kurz zu erwähnen, dass du die Daten aus deinem eigenen Datensatz nutzen kannst, um herauszufinden, zu welchen Tageszeiten deine Beiträge besonders hohe Interaktionsraten erzielen.
Unten zeigen wir ein Beispiel für die besten Posting-Zeiten auf Instagram für die Profile in unserer Studie.

In diesem Diagramm zeigt die Größe der Punkte, wie häufig Beiträge zu einer bestimmten Uhrzeit veröffentlicht wurden. Die Farbe der Punkte steht für die Performance der Interaktionen, je grüner ein Punkt, desto höher ist die Interaktionsrate.
Bei der Auswertung dieser Daten lohnt es sich besonders, auf kleinere grüne Punkte zu achten. Diese markieren Zeitfenster, in denen das Publikum stark interagiert, während gleichzeitig vergleichsweise wenig von Wettbewerbern gepostet wird. Genau hier können sich wertvolle Chancen ergeben, mit eigenen Beiträgen mehr Aufmerksamkeit zu erzielen und sich von der Konkurrenz abzuheben.
5. Beliebteste Hashtags
Ein weiterer hilfreicher Schritt ist es, die passenden Hashtags zu identifizieren. Eine Social-Media-Wettbewerbsanalyse kann dir dabei helfen, indem sie zeigt, welche Hashtags deine Konkurrenten am häufigsten verwenden und welche mit besonders guter Beitragsperformance verbunden sind.
Das kannst du entweder durch datengestützte Hashtag-Recherche tun oder indem du beispielsweise die Top 10 der meistgenutzten Hashtags deiner Wettbewerber analysierst. So bekommst du schnell ein Gefühl dafür, welche Hashtags in deiner Branche besonders relevant und wirkungsvoll sind.


Ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Social-Media-Wettbewerbsanalyse ist es, die Performance über verschiedene Zeiträume und Kennzahlen hinweg zu betrachten. So erhältst du ein umfassenderes Bild der Entwicklungen und kannst Trends, Stärken und Schwächen deiner Wettbewerber besser erkennen. Je nach deinen Zielen kannst du:
- Aggregierte Daten des letzten Jahres analysieren, um langfristige Trends zu erkennen.
- Bestimmte Wochen oder Monate genauer betrachten, um detailliertere Einblicke zu gewinnen.
- Monatliche Vergleiche durchführen, um zu sehen, wie sich einzelne Profile im Laufe der Zeit verbessert oder verschlechtert haben.
6. Tagging-Analyse
Ein weiterer Aspekt, den du in einer Social-Media-Wettbewerbsanalyse berücksichtigen solltest, ist die Tagging-Analyse. Sie hilft dir dabei, Zusammenhänge zwischen bestimmten Content-Merkmalen und der Performance von Beiträgen besser zu verstehen.
Mit einer Tagging-Analyse kannst du jeden Beitrag von deinem eigenen Konto und von deinen Mitbewerbern mit bestimmten Merkmalen versehen, die dich interessieren. Ziel ist es dabei weniger, Beiträge strikt zu klassifizieren, sondern vielmehr zu untersuchen, wie diese Tags mit Performance-Kennzahlen wie Likes oder Interaktionen zusammenhängen.
Wichtig ist, sich dabei nicht in kleinen Details zu verlieren. Konzentriere dich stattdessen auf übergreifende Merkmale, die bei mehreren Wettbewerbern immer wieder auftreten und daher möglicherweise einen Einfluss auf die Performance haben.
Um das besser zu verstehen, schauen wir uns mal an, wie eine Tagging-Analyse in der Praxis funktioniert. Im folgenden Beispiel haben wir Instagram-Beiträge aus den getrackten Profilen nach ihrem Tonfall getaggt: informativ, humorvoll, emotional, neutral, inspirierend und provokativ.


Das rechte Diagramm zeigt, wie viele Beiträge pro Tonfall veröffentlicht wurden, während das linke Diagramm die jeweilige Interaktionsrate für jeden Ton darstellt. Zusammen zeigen sie deutliche Unterschiede zwischen der Nutzung von Content und seiner Performance:
- Neutrale Inhalte werden am häufigsten veröffentlicht und machen den größten Anteil aller Posts aus.
- Emotionale und humorvolle Beiträge kommen ebenfalls relativ häufig vor, während informative und provokative Inhalte nur gelegentlich genutzt werden.
- Inspirierender Content erzielt die höchste Interaktionsrate, obwohl er deutlich seltener gepostet wird.
- Neutrale und emotionale Beiträge erreichen im Vergleich eine mittlere Interaktionsrate.
- Humorvolle, informative und provokative Inhalte generieren dagegen vergleichsweise weniger Engagement.
Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine Anpassung des Content-Mixes in Richtung leistungsstärkerer Töne dazu beitragen kann, die Interaktion insgesamt zu steigern. Außerdem wird verdeutlicht, wie eine strukturierte Tagging-Analyse Content-Daten in konkrete Handlungsempfehlungen verwandeln kann, indem sie Performance-Muster sichtbar und leicht vergleichbar macht.
7. Stimmungsanalyse
Eine weitere Technik der Social-Media-Wettbewerbsanalyse, die oft übersehen wird, ist die Sentiment-Analyse. Dabei geht es darum zu verstehen, welche Stimmung oder Meinung Nutzer in ihren Reaktionen auf Beiträge ausdrücken. Die Analyse dieser Stimmung kann ein wertvolles Instrument sein, um zu erkennen, ob die Inhalte deiner Wettbewerber bestimmte Emotionen oder Reaktionen beim Publikum auslösen.
Die Sentiment-Analyse kann auf verschiedene Weise durchgeführt und anhand von Grafiken oder Tabellen visualisiert werden. Im Allgemeinen werden Beiträge in drei Kategorien unterteilt:
- Positiv – Beiträge, die Zustimmung, Zufriedenheit oder Begeisterung ausdrücken und oft mit einem höheren Engagement oder einer höheren Markenaffinität einhergehen
- Neutral – sachliche oder beschreibende Beiträge ohne klare emotionale Tendenz, die in der Regel zum Informationsaustausch verwendet werden
- Negativ – Beiträge, die Kritik, Unzufriedenheit oder Frustration vermitteln und auf potenzielle Probleme oder Risiken hinweisen können
Dies kann eine gute Möglichkeit sein, die Meinungen zu den Marken und dem Content Ihrer Mitbewerber zu verstehen.
Schritt 6: Setze deine Erkenntnisse in deiner Social-Media-Strategie um
Social-Media-Benchmarking und Wettbewerbsanalysen sind eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, wie du im Vergleich zu deinen Mitbewerbern abschneidest und deine eigene Leistung zu optimieren. Wenn du deinen Social-Media-Benchmarking-Prozess abgeschlossen und die Bereiche identifiziert hast, in denen du dich verbessern kannst, musst du die Ergebnisse nur noch in die Tat umsetzen. Damit der Prozess überschaubar bleibt, solltest du einen fokussierten 30-Tage-Sprint in Betracht ziehen, damit es nicht zu viel wird:
Woche 1: Wettbewerbsrecherche + Benchmark einrichten
- Identifiziere deine 3–5 wichtigsten Wettbewerber in den sozialen Medien.
- Wähle die Plattformen, auf die du dich konzentrieren möchtest (z. B. Instagram, TikTok, Facebook).
- Lege die wichtigsten Kennzahlen fest, die du tracken willst (z. B. Engagement-Rate, Reichweite, Follower-Wachstum, Interaktionsrate).
- Führe eine erste Wettbewerbs-Benchmarking-Analyse durch, um zu verstehen, welche Inhalte und Strategien in deiner Nische besonders gut funktionieren.
- Setze klare Ziele und definiere eine Ausgangsbasis, damit du in den kommenden Wochen Fortschritte messen kannst.
Woche 2: Content-Optimierung + Posting-Strategie
- Analysiere die Posting-Formate deiner Wettbewerber (Reels, Bilder, Carousels, Stories) und erkenne Muster.
- Nutze diese Erkenntnisse, um deinen eigenen Content-Mix anzupassen (z. B. mehr Bilder posten, wenn diese besser performen).
- Führe eine Analyse der besten Posting-Zeiten auf Basis von Engagement-Daten durch.
- Starte eine realistische und konsistente Posting-Frequenz (z. B. 3–4 Beiträge pro Woche).
- Richte ein Planungstool ein, um Inhalte im Voraus zu planen.
Woche 3: Engagement + Wachstumsmaßnahmen
- Interagiere aktiv mit deiner Community, indem du schnell auf Kommentare und Direktnachrichten antwortest.
- Etabliere eine einfache Engagement-Routine (z. B. täglich 10–15 Minuten Interaktion).
- Teste mindestens eine Kooperationsmöglichkeit (z. B. Collab-Post, Shout-out, Story-Erwähnung oder Live-Session).
- Analysiere, ob diese Maßnahmen die Interaktionsrate im Vergleich zu Woche 1 erhöhen.
Woche 4: Ergebnisse analysieren + nächste Schritte planen
- Überprüfe deine Performance-Daten anhand der wichtigsten Kennzahlen und vergleiche sie mit deinem ursprünglichen Benchmark.
- Identifiziere deine bestperformenden Beiträge und analysiere, was besonders gut funktioniert hat (Format, Zeitpunkt, Thema).
- Optimiere deine Content-Strategie basierend auf den Erkenntnissen aus Wettbewerbsanalyse und Zielgruppenverhalten.
- Entwickle einen wiederholbaren Reporting- und Optimierungsprozess für den nächsten Monat.
Erstelle einen neuen 30-Tage-Content-Plan, der auf deinen gewonnenen Erkenntnissen basiert.

Schritt 7: Überprüfe deine Fortschritte (und die deiner Konkurrenten)
Der 30-Tage-Sprint ist ein super Startpunkt, um eine effektive Social-Media-Strategie aufzubauen, aber damit ist die Arbeit noch nicht vorbei. Auch nachdem du deine Konkurrenzanalyse in den sozialen Medien abgeschlossen und Verbesserungen umgesetzt hast, solltest du sowohl deine Performance als auch die deiner Konkurrenten im Laufe der Zeit weiter durch Monitoring beobachten. Dafür gibt es ein paar wichtige Gründe:
- Benchmarking ist ein fortlaufender Prozess
Die Ergebnisse von Social-Media-Benchmarking sind nicht statisch. Selbst wenn du dich verbesserst, solltest du trotzdem das Monitoring durchführen, um zu sehen, ob deine Konkurrenten noch schneller vorankommen. - Trends ändern sich – deine Analyse sollte das auch
Trends in den sozialen Medien ändern sich ständig, und was heute funktioniert, funktioniert morgen vielleicht nicht mehr. Eine regelmäßige Konkurrenzanalyse in den sozialen Medien hilft dir, mit den sich ändernden Vorlieben des Publikums und neuen Content-Formaten Schritt zu halten.
Social-Media-Wettbewerbsanalyse
Wie oben beschrieben, erfordert eine effektive Social-Media-Wettbewerbsanalyse einen Prozess und ein fortschrittliches Social-Media-Tool. Der erste wichtige Schritt ist zu wissen, wer deine Konkurrenten sind und was du mit deiner Konkurrenzanalyse in Social-Media erreichen willst. Social-Media-Benchmarking zeigt dir, wie dein Profil im Vergleich zu deinen Konkurrenten abschneidet und hilft dir, deine eigenen Ziele zu setzen. Die verschiedenen Arten der Inhaltsanalyse, die du mit dem richtigen Social-Media-Tool durchführen kannst, können dann Bereiche aufzeigen, in denen du dich verbessern kannst. Wichtig ist, dass du das, was du herausgefunden hast, in die Tat umsetzt und deine Fortschritte kontinuierlich überprüfst.
Wenn du ein schnelles, praktisches Beispiel dafür suchst, wie so eine Analyse in der Praxis aussehen kann, schau dir unseren kostenlosen KI-gestützten Benchmarking-Report an, der wichtige Wettbewerbsinformationen, Content-Trends und Performance-Benchmarks in einem leicht verständlichen Format zusammenfasst, oder nutze unser kostenloses 14-tägiges Testangebot von Fanpage Karma. Dieses Social-Media-Tool ist nicht nur wegen seiner leistungsstarken Benchmarking- und Content-Analysefunktionen branchenführend, sondern auch, weil es unbegrenztes Profil-Tracking bietet. Außerdem verfügt es über Community-Management-, Publishing- und Recherche- Funktionen.
Du kannst auch an einem der kostenlosen wöchentlichen Webinare teilnehmen, die Fanpage Karma anbietet, um mehr über das Tool zu erfahren.
